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Die Lernspaß-Seiten

BAND 1 – Kapitel 4 – Wissensseite 2
Schutzschilde

Raumschiffe in Geschichten wie dieser haben oft nicht näher beschriebene Schutzschilde. Als Schutzschild für von Menschen gebaute Raumschiffe kommt in der Realität oft ein sogenanntes Whipple-Schild zum Einsatz. Dieses besteht (mindestens) aus folgenden Schichten:

  1. Der äußeren, dünnen Hülle (Bumper):
    • Sie wird als Erstes von dem Teilchen oder Mikrometeoriten getroffen.
    • Ziel: Das Projektil zerplatzt oder zerstäubt bei der Kollision.
  2. Einem Abstand (Hohlraum) zwischen den Schichten:
    • Nach der äußeren Schicht folgt ein Leerraum bis zur Hauptstruktur.
    • Die Trümmerwolke, die sich beim Aufprall gebildet hat, verteilt hier ihre Energie, sodass die Hauptstruktur weniger Schaden abbekommt.
  3. Der inneren Hauptstruktur (raumfahrzeugseitig):
    • Das ist die eigentliche Hülle des Raumfahrzeugs, die so vor den restlichen Teilchen geschützt bleibt.
    • Diese Hülle enthält oft Kevlar. Das ist ein extrem leichter und starker Kunststoff, der ein wenig wie Gold glänzt.

Oft gibt es noch zusätzliche Zwischenlagen (zum Beispiel aus speziellem Schaumstoff), die weitere Energie abfangen. Neben dem Whipple-Schild gibt es in echten Raumfahrzeugen viele weitere Systeme, die automatisch Geschwindigkeit, Lage und Temperatur überwachen, um die Astronautinnen und Astronauten zu schützen.

Fun Fact: Die Internationale Raumstation (ISS) hat spezielle Sensoren, die Mikrometeoriten erkennen – das sind kleine Teilchen im All, die sonst das Raumschiff gefährlich beschädigen könnten.

Experiment: Bau dir ein „Schild“ aus Alufolie und Pappe (mit etwas Abstand dazwischen). Wirf kleine Papierkügelchen darauf und sieh, wie gut sie abgefangen werden. Das zeigt, wie diese Schutzschilde funktionieren – zumindest im Kleinen.

#Raumfahrt #Sicherheit #Kevlar