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Die Lernspaß-Seiten

BAND 1 – Kapitel 6 – Wissensseite 2
Kordylewski-Wolken

Kordylewski-Wolken (benannt nach dem polnischen Astronomen Kazimierz Kordylewski) sind riesige Ansammlungen von feinstem Staub, die sich in den Lagrange-Punkten L4 und L5 des Erde-Mond-Systems sammeln.
Sie reflektieren nur wenig Sonnenlicht, und sind deshalb von der Erde aus kaum zu sehen.
Solche Staubwolken zeigen eindrucksvoll, dass im Weltall selbst winzigste Teilchen den unsichtbaren Bahnen der Schwerkraft folgen.

Fun Fact: Die Wolken sind so hauchdünn und lichtschwach, dass Astronomen jahrzehntelang darüber gestritten haben, ob sie wirklich existieren – obwohl sie mit einem Durchmesser von etwa 100.000 Kilometern fast so groß wie die Erde sind! Erst 2018 gelang ungarischen Forschern der endgültige Nachweis.

Experiment: Streue etwas Mehl auf einen Teller und blase ganz vorsichtig darüber. Du wirst sehen, wie die feinen Partikel davonwirbeln. Im Weltall gibt es aber keinen Wind – dort sorgt die Schwerkraft von Erde und Mond dafür, dass der Staub an den Lagrange-Punkten festgehalten wird und nicht einfach im Raum verweht.

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